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Warum die Überbevölkerung nicht verstanden wird

     
   
     
Oft wird behauptet, dass die Welt gar nicht überbevölkert sei, da es doch in Ländern wie Kanada, Brasilien oder Schweden viel Platz hat. Ich möchte in diesem Artikel aufzeigen, dass nicht der Platz das Hauptproblem ist, sondern andere Faktoren eine viel wichtigere Rolle spielen.

Im Frühling 2017 werden auf der Erde 7,5 Milliarden Menschen leben. Diese Zahl ist aber nicht konstant, denn die Weltbevölkerung erhöht sich jedes Jahr um weitere 80 Millionen Menschen.

Die Wenigsten haben Mathematik oder Physik studiert und haben deshalb keine Vorstellung davon, was eine Milliarde ist. In einer Einkaufstasche haben 40 Äpfel Platz, aber wie soll man sich eine Milliarde Äpfel vorstellen? Wenn wir annehmen, dass ein Apfel 200 Gramm schwer ist, dann sind eine Milliarde Äpfel 200 Milliarden Gramm schwer und das sind anders ausgedrückt 200.000 Tonnen. Wenn ein Lastwagen mit 10 Tonnen Äpfeln beladen wird, benötigt man 20.000 Lastwagen um eine Milliarde Äpfel zu transportieren. Stellen Sie sich vor: Sie sitzen am Strassenrand und jede Sekunde fährt ein Lastwagen mit 10 t Äpfeln beladen an Ihnen vorbei. Es dauert 5 Stunden und 33 Minuten bis eine Milliarde Äpfel an Ihnen vorbeigefahren sind!

Ich möchte an einigen Beispielen zeigen, was 7,5 Milliarden Menschen anrichten können und damit beweisen, dass die Überbevölkerung nicht ein Mythos, sondern ein real existierendes Problem ist.

CO2
Jeder Mensch produziert mit seiner Atmung 800 g CO2 pro Tag. Alle 7,5 Milliarden Menschen produzieren somit mit ihrem Atmen jeden Tag 6 Milliarden kg CO2. Die Aussage „in Kanada hat es viel Platz“ ändert an dieser Tatsache rein gar nichts. In der Schweiz sind etwa 6 Millionen Fahrzeuge zugelassen. Alle diese Fahrzeuge produzieren in vier Monaten so viel CO2 wie die Menschheit mit ihrer Atmung an einem einzigen Tag.

Aralsee
Der grösste Teil des Aralsees ist verschwunden, weil den Zuflüssen viel Wasser für die Bewässerung der Baumwollfelder entnommen wurde. Die Rechnung ist einfach: Wenn man für eine Hose 500 g Baumwolle braucht, dann benötigt man für 7,5 Milliarden Hosen 3,75 Millionen Tonnen Baumwolle. Auch hier schiesst die Aussage „in Usbekistan hat es viel Platz“ am ökologischen Problem vorbei.

Australien
In der Zentralregion Australiens beträgt die jährliche Niederschlagsmenge etwa 250 bis 300 mm, während die Verdunstungsquote bei 3500 mm pro Jahr liegt. Es kommt immer wieder vor, dass Touristen im Outback nach einer Autopanne merken, dass ihnen der viele Platz zum Überleben herzlich wenig nützt. Nachdem ihnen die Wasservorräte ausgegangen sind, machen sie sich auf die Suche nach Wasser, aber anders als in Europa, wo man spätestens nach einer Stunde Marschzeit über einen Bach springen muss, wird man im Zentrum Australiens während der Sommermonate keinen Fluss oder Bach finden. Der limitierende Faktor für die Besiedlung des australischen Zentrums ist nicht der Platz, sondern die fehlenden Niederschläge.

Antarktis
Die Antarktis ist grösser als Europa, hat aber keine einheimische Bevölkerung. Hier leben nur wenige Wissenschaftler in Forschungsstationen, die von aussen mit Nahrung und Energie versorgt werden müssen. Die Aussage “da hat es noch viel Platz“ ist zwar richtig aber gleichzeitig auch irrelevant, denn die tiefen Temperaturen und die Vergletscherung verunmöglichen eine Besiedlung der Antarktis.

Überfischung
Welche ökologischen Folgen die Überbevölkerung hat, zeigt sich besonders deutlich an der Überfischung der Ozeane. Um das zu verdeutlichen, muss man nicht lange rechnen. Wenn man für eine Fischmahlzeit 200 g Fisch benötigt, dann muss man für alle 7,5 Milliarden Menschen 1,5 Millionen Tonnen Fisch fangen. Das entspricht einer 1500 km langen mit Fisch beladenen Lastwagenkolonne - wohlgemerkt für eine einzige Fischmahlzeit. Die Aussage „in Brasilien hat es viel Platz“ nützt den Fischen in den Ozeanen gar nichts.

Die obigen Beispiele zeigen, dass die Behauptung „da hat es viel Platz“ zwar zutreffend, aber keinesfalls ein Beweis dafür ist, dass die Überbevölkerung nicht existiert.
Fütterung Seevögel Dieses Plakat habe ich in der Stadt Zug (Schweiz) fotografiert.

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Die Fütterung von Seevögeln ist gut gemeint - aber schädlich.


... Immehr mehr Seevögel entdecken die neuen Futterquellen. Es kommt zur Überbevölkerung. Die Brutplätze werden knapp... Das System gerät aus dem Gleichgewicht...
  
 
     
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